Montag, 20. März 2017

Wozu bereit? Zu allem bereit? Gut oder schlecht?

Was bedeutet es, sich der extremen Ausprägung einmal zu nähern? Also einmal die vollkommen Bereitschaft zu beleuchten? Wozu bin ich als Sklave bereit? Wozu ist die Herrin bereit? Wer also ist wozu bereit?

Wozu bin ich als Sklave bereit?

Es liest sich immer so pathetisch, fast schwülstig, aber wenn ich wirklich Sklave sein will, mich für ein derartiges Leben berufen fühle, es in mir angelegt ist, kann es doch nur in der vollkommenen Bereitschaft zur Selbstaufgabe enden. Oder? Als Sklave kann ich kein nennenswertes Interesse mehr an meiner Persönlichkeit haben, wenn ich diesen Zustand freiwillig wähle.

Sklave, also in Abhängigkeit eines anderen Menschen als dessen Eigentum leben, dazu bin ich bereit, das leiteten wir ein, daran arbeiteten wir, dieser Zustand hält nun immer mehr Einzug in unser Leben. Bereit sein sollte bedeuten, sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein und diese zu akzeptieren, sich denen zu stellen.

Aber kenne ich die Konsequenzen?

Wohl kaum. Aber wer kennt sämtliche Konsequenzen dessen, was er für sich und sein Lebensglück sucht? Ich will mich mit niemandem sonst vergleichen, aber für mich liegt auch darin die Bereitschaft begründet, mich meinen Abgründen in dieser Form zu stellen. Öffentlichkeit sehe ich nicht mehr als Risiko, Härte und Unversehrtheit ebenso wenig, weil es Parameter sind, die von oben gesteuert werden, von meiner Frau, Herrin und Eheherrin, der Domina meines Lebens.
Das, was ich hier mit Bereitschaft meine, kommt natürlich auch von oben, und zielt eher auf den Umstand der Endgültigkeit ab. Denn das Endgültige bleibt im Ungewissen, Zeit und alles an Abgrund, was damit zusammenhängt. Absoluter Machtaustausch. Zudem Unterwerfung, unwiderruflich.

Der freiwillig gewählte Kampusch Faktor als Ungewissheit, die Bereitschaft erfordert

Ich weiß, lieber slave4tpe, mein großes Glück ist die Liebe zu einer Domina, mit der sich letztendlich erst in jahrelanger Kleinarbeit alles entwickeln konnte, ich mich vor allem entwickeln durfte. Ohne sie wäre ich nichts von nennenswerter Bedeutung. Sie hat sich die Mühe gemacht, mich auf den Weg zu bringen, den ich suchte. Davon wird alles getragen und wohl genau mit diesem Grund rechtfertige ich mich, zu allem bereit zu sein. An anderer Stelle wäre ich dazu sicherlich auch bereit gewesen, jedoch mit Sicherheit nicht dazu in der Lage. Das weiß ich.

Aus meinem enormen, von Erregung und Ejakulat gefütterten Spieltrieb ist das leise, hingebungsvolle und willfährige Annehmen geworden, aus dem Fordern nach Stimulation entwuchs meine Bereitschaft, das zu bedienen und zu akzeptieren, was auf mich zukommt, wenn ich dieses Umfeld als Modell für unser Leben sehe. Das trifft es ganz gut. Unterwerfung, vollkommen.

Wozu ist eine Domina bereit? Wozu ist die Eheherrin bereit?

Schnell erkannte ich, dass sie auf dem Weg meiner Entwicklung, auf dem sie mich begleitete und beriet, unterstützte, immer so bereit war, wie ich es aushalten konnte. Die Länge meiner Leine, die ich mir zutraute, war die Messlatte auch für ihre, zumindest offiziell ausgerufene Bereitschaft. Die Male, die sie darüber hinaus ging, hielt ich im Laufe der Zeit immer besser aus. War das schon ihr Feststecken einer Route?

Jetzt ahne ich, dass es nur zu meinem Schutz war, dass sie mich genau so entwickeln wollte, um mir den maximalen Radius an Entwicklungsmöglichkeit zu geben, damit ich mich finden konnte, mich erkennen konnte, um meinen Platz zu finden.

Sie glaubte immer an mich

Als ich dann diese Fortschritte machte, wir, ich, immer sicherer wurde, drehte sie immer mehr hoch, ließ auf einmal deutlich durchblicken, dass sie im Thema keine Grenzen sieht, wenn es darum geht, jemanden real zu versklaven, der, wie ich, danach schreit.

Ohne Rücksicht zu nehmen, setzte sie ihren Anspruch durch, führte, entschied, vollzog. Extreme Ausprägungen sind seitdem unsere Begleiter, die sie sehen will und ich leiste, weil ich Teil ihres Lebens bin.

Ich kenne ihre Ziele, erkenne darin die Abkehr von Grenzen, das Wirken und Herrschen aus dem Recht des Eigentums heraus. Wow, wie sehr mich das beeindruckt und tief befriedigt. Ja, dieses Gefühl der Ungewissheit treibt mir auch Furcht ein, ja, aber es befriedigt mich auch, nun endgültig Teil meiner Veranlagung zu sein. Ohne Furcht wäre es wohl kaum ein Sklavenleben. Oder?



SM, nicht BDSM. TPE, CIS, 24/7, Abrichtung und Metakonsens sind einfach Begriffe, die realer Versklavung versuchen, eine Rechtfertigung zu geben, eine Definition, obwohl es beide wollen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen