Heute: Nichts zu sein - die Frage stellt sich nicht

Gleich muss ich mir die Bilder ansehen, ich halte es nicht mehr aus. Was bin ich? Was nehme ich an mir wahr? Was ist das, das uns zurzeit umgibt, wenn ich gleich erkenne, was die Zukunft von mir will?

Einige dieser Dreckstückchen liegen hier im Haus, auf denen ich knien darf, um unten zu sein, um ihr die Füße zu lecken.

Die Verwirrung darüber, zu erkennen, was aus mir geworden ist, nimmt zu, doch sie hängt mich nicht ab, ich renne ihr entgegen

Im Eisen darf ich Körper sein, reduziert darauf, alles andere abgeben. Dürfen. Müssen. Wollen. Eisen als harte Form der körperlichen Abrichtung, um meinen Geist zu reinigen, zu entleeren, um zu gehorchen, einfach immer mehr hörig zu werden.

Dienen und Bedienen, einer Aufgabe, einer Funktion, einer Leistung zugeführt werden, diese nur zu erfüllen, dafür da zu sein, gehorchen, Arbeit als Aspekt, Qualität. Es geht nicht um den, der dient, als Sklave habe ich keine Ansprüche zu stellen und werde abgerichtet auf die Bedürfnisse anderer.

Anspruch auf Raum aufgeben, verlieren, verloren, Raum als Ort, der zugewiesen wird, sicher immer einem Zweck dient. Arbeit, Verwahrung, Abrichtung, Isolation, Ausgrenzung, Statusverdeutlichung, Sadismus, Belohnung. Ich habe kein eigenes Zimmer und mir gehört nichts mehr, außer Schulden.

Sich selbst nicht mehr zu gehören, die Kette, an der ich geführt werde, hält eine Domina in Händen, der ich gehöre, nackt auf allen Vieren hinter ihr her krieche oder an einer Stange am Boden auf einen Käufer warte. Eigentum einer Domina, einer Eheherrin, in einer SM-Ehe, was für ein Traum.

Hände in Pfoten, das Gesicht verdeckt, geht es doch nicht um den, der dient. Wenn ich mich für ein Sklavenleben entscheide, habe ich für mich als Individuum keine Verwendung.

Ihre Füße bringen mich um den letzten Rest Verstand, den ich vielleicht noch habe, mehr nehme ich kaum noch wahr, denn meine Flughöhe ist das untere Kellergeschoss und wenn ich an ihren Füßen lecken darf, bin ich im Himmel. Fußlecker einer Domina zu werden, war mein Lebensziel.

Der Käfig, die Isolationskiste, sind gute Orte der Besinnung, sie zentrieren mich und lassen mich warten und das Warten, das Verwahren, lernen, immer besser auszuhalten, weil es kein Entkommen gibt. Orte für meine Verwahrung, an denen ich Sozialkrüppel gut aufgehoben bin.

Unfassbar, wie sehr ich ihrer Schönheit, Weiblichkeit, unterlegen bin, sie mich damit am Nasenring durch die Manege treibt und mir alles abverlangen kann, weil ich nur sabbernd mich in ihrer Nähe aufhalten kann. Sie ist die Sonne.

Die Abhängigkeit von ihr, die ich wahrnehme, verstärkt sich jeden Tag, fast gehe ich darin unter, wenn ich darin nicht so sehr aufgehen würde. Mein Kopf unter Wasser, das Gesicht nach oben, eins mit der Wasseroberfläche. Jede ihrer Wellen hingegen kann mich die Luft kosten, mit der sie mich am Leben teilhaben lässt. Auf hoher See habe ich ihr nichts mehr entgegenzusetzen.

Mein Körper ist zu ihrer Projektionsfläche geworden, entkoppelt von meinen einstigen Vorstellungen, wie unversehrt Körper zu sein hat. Ich bin eine zutätowierte Sklavensau.

Der Sex, den andere haben, den darf ich bedienen, mit meinen Löchern. Alles andere steht mir nicht mehr zu oder findet nur noch in meinem Kopf statt. Ich habe es endlich geschafft. Nein, sie war es.

Auspeitschung, Prügel und Schmerz sind so nah an mich herangerückt, dass die Herrin diese immer öfter mit meiner Lust und meiner Erregung, sogar mit meiner Stimulierung verbindet. Sie peitscht mich aus und lässt sich dabei die Füße von mir lecken. Damit wuchtet sie die Peitsche und den Schmerz in meine Wahrnehmung eines neuen Alltags.

Der Ehemann der Frau, mit der ich verheiratet bin, ist Cuckold, während er ein keusches Leben führt, sie ihm verboten hat, eigene Orgasmen zu erleben, schläft sie mit einem anderen Mann, der ihr Liebhaber ist, dem sie treu ist.

Sie sperrt mich in den Käfig und stellt mein Laptop bereit, dass ich aus dem Käfig heraus im Blog schreiben kann, oder sie legt mich an die Kette und erwartet Berichte im Blog, ihre Kaffeehauslektüre.

Seit ich Odins Sperma schlucke, ist sie noch eine weitere Etage hoch ins Licht gestiegen, hat mich dabei eine Etage tiefer ins Loch getreten, indem sie mir immer wieder sagt, was für ein Schnellspritzer ich bin - und noch mehr, das ich noch nicht verarbeitet habe, so tief erschütterte es mich, hatte die Kraft, mich vollkommen aus der Bahn zu werfen.


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