Sonntag, 31. Dezember 2017

Resümee 2017: Ich dachte, irgendwann werde ich aufhören, zu zählen

Zwar merke ich, dass das Thema meiner Keuschhaltung sich immer mehr setzt, denn es gehört zu mir. Doch wenn ich diese Zahl sehe, 2.357 Tage, dann sind das 78 Monate, sechseinhalb Jahre, also im siebten Jahr Keuschhaltung befinde ich mich. Unfassbar. 

Un-vor-stell-bar

Es klingt nach heftigstem Kopfkino, nicht jedoch nach der Realität meines Alltags. Dennoch dachte ich, irgendwann aufzuhören, die Tage zu zählen. Ist es wie mit einer Sucht? Bin ich süchtig? Ich mag es gern mit einer Sucht vergleichen, denn es zeigt meine Abhängigkeit auf, in der ich mich befinde, zum Thema, zu meiner Art, zu leben, zu dem Leben als Sklave und zu ihr, in besonderer Weise zu ihr, zur Eheherrin.


Unheimlich kommt es mir vor, diese Zahl immer weiter anwachsen zu sehen, jeden Tag wird sie größer. Aber 78 Monate? Das hätte mir niemand erzählen können, dass ich irgendwann auf über sechs Jahre Keuschhaltung zurückblicken werde. Aber mit meiner Entscheidung, ein unfreies Leben führen zu wollen, mich von einer Domina heiraten zu lassen, seit dem ersten Tag unseres Kennenlernens von ihr keuschgehalten zu werden - trotzdem ich noch eine Stino-Partnerin hatte, zeigte ich meine Bereitschaft, alles abgeben und aufgeben zu wollen - wenn es sein muss, wenn es von dieser Domina verlangt wird.

Warum zähle ich noch?

Einerseits bin ich stolz auf diese Leistung, die von der Herrin abverlangte strikte, konsequente Keuschhaltung seit so vielen Jahren leisten zu können, lange Zeit ohne fremde Hilfsmittel, vor allem ohne KG. Jetzt, seit einigen Monaten, unterstützt die Herrin die Dämpfung meines Triebes wieder intensiv mit einem Lokalanästhetikum, schaltet die Gefühle an meinem Penis aus, betäubt ihn. Damit hilft die Herrin mir sehr, zu gewaltig sind die Gefühle meiner steten Erregung geworden, trotzdem eine Form von Gewöhnung auch einsetzt, gewöhnt, massiv erregt zu sein, jedoch keine Erleichterung zu erfahren, keine sexuelle Entspannung, die nicht von der Herrin herbeigeführt wird. 

An Keuschhaltung gewöhnt

Andererseits hat diese unmöglich lange Zeit meiner Keuschhaltung etwas unwirkliches, die Faszination, mit der ich das Wachsen dieser Zahl jeden Tag aufs Neue sehe, nimmt einfach nicht ab. Erstaunen also ist ebenfalls ein Grund, warum ich noch zähle.

Stolz und Erstaunen

Stolz und Erstaunen also überwiegen, dahinter erst kommt das Gefühl der Gewohnheit, das ich jedoch alles andere als negativ oder belanglos nennen möchte, viel zu aufregend ist diese Erfahrung für mich. Ich weiß nicht, was 2018 dahingehend bringen wird, ob es so bleibt, wie ich es in meinem Keuschheitsgelübde bekannte oder ob ich herangezogen werde, wahllos oder im Zwang.

Auf jeden Fall werde ich 2018 weiterzählen, wird diese Uhr hier im Blog erscheinen, solange ich keuschgehalten werde.

Blog, Thema, BDSM, SM, Herrin, Sklave, Keuschhaltung

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