Samstag, 31. März 2018

Ambivalenz der Verwahrung und Isolation

Zuerst landete ich in der Kälte der Kemenate, ein Verlies hier am Hof, angekettet am Halseisen des Kolliers, einen Tag später sperrte die Herrin mich ins Dunkelloch der Isolationskiste, zudem bepfotet und mit Deprivationsmaske.


"Als Einstimmung auf unseren Urlaub! 
Danach geht es in die Kiste, Stück!"

Ich musste den späten Nachmittag und ganzen Abend in der Kemenate verbringen, weil die Herrin Besuch empfing, sie lud eine Arbeitskollegin ein, um für diese ein Curry zuzubereiten, um einen gemütlichen, geselligen Abend zu verbringen, gut essen, gute Gespräche führen. Ein Sklave hat dort nichts zu suchen, für die Zeit gesellschaftlicher Gegebenheiten und Verpflichtungen, werde ich von der Herrin seit einiger Zeit verwahrt. Die Herrin hielt mich für ungeeignet, daran auch nur ansatzweise angemessen teilzunehmen, sie erwähnte der Kollegin gegenüber nicht einmal, warum ich nicht teilnahm oder wo ich mich aufhielt. Es war einfach nicht wichtig, ich war einfach nicht wichtig, ich lag ein Stockwerk höher, im Dachgeschoss des Seitentraktes an einer drei Meter langen Kette, angekettet an ein schweres Halseisen, 3,5 Kilogramm schwer. Die Kemenate hatte eine Länge von vier Metern, die Kette war an der gegenüberliegenden Wand, gegenüber der Tür, fest im Mauerwerk verankert, so dass ich nicht einmal bis zur Tür gelangen konnte. 

Sklave, Ehesklave, Kettensklave, Eigentum einer Domina, Herrin, Eheherrin

Zudem war es sehr kalt, die Kemenate ist nicht beheizt, draußen herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt, weshalb die Herrin mir einen Radiator, eine elektrische Heizung gewährte, mitzunehmen. Kein Telefon, keine Uhr, kein Laptop, nichts, nur die Stille, der Leerlauf, Stillstand und die Kälte, die in mir hochzukriechen drohte. Schummriges Licht, eine einfache, schwache LED-Glühbirne, mehr gab es nicht. Ich kroch in meinen Schlafsack, den ich seit 1982 habe, mir als Kind kaufte. Er wärmte mich, ich legte mich auf die nicht bezogene Matratze, die auf dem Boden lag und versank in irgendwelchen Gedanken. 

Die Kemenate, ein Verlies, hier am Hof

Der Nebentrakt, eine Verbindung des Hauses mit dem Stall, grenzte an die Küche, das stellte ich fest, weil ich ab und zu Geräusche vernahm und die Herrin lachen hörte, jedoch nur schemenhaft, kein Wort, absolut nichts verstand, eben nur, dass dort unten gelebt wurde, im Licht, wie die Herrin es gern bezeichnete. Mir war kalt, ich spürte das Halseisen, das sich fest um meinen Hals legte, daran die Kette befestigt, das leise Klirren, die Melodie eines Sklavenlebens.

Verwahrung, Isolation, Kemenate, Verlies - 
warum das Ganze?

Ich hatte es mir einst so ausgesucht, doch die Ambivalenz der Verwahrung kroch immer wieder in mir hoch, trieb einerseits üble Spiele mit mir, andererseits versuchte sie, mich zu betören, mich davon zu überzeugen, immer wieder diesen Weg gehen zu wollen, weil es in mir angelegt sein soll. Ist es das? Ist es das nicht? Welche Rolle spielte es? Spielte es eine Rolle? Ich möchte doch so gern mit der Herrin meine Zeit verbringen, nicht in Isolation und Verwahrung. Oder? Ja, natürlich.

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Ich bin Sklave, Ehesklave, Kettensklave, Eigentum einer Domina, einer Herrin, der Eheherrin, einer Instanz in meinem Leben, der Instanz, die Instanz. Das Ziel ist klar, der Weg dorthin nicht. Jetzt bin ich wieder verunsichert.


BDSM, SM, Domina, Herrin, Eheherrin, Ehesklave, Kemenate, Verlies, Dunkelloch, Kollier, Halseisen, Kette, Kettensklave, Eigentum

Kommentare:

  1. Hallo michel,
    wir sind am Donnerstag bei Schnee von der Holsteinischen Ostseeküste abgereist. Hoffentlich hast du dir in der Kemenate nichts geholt.
    Ich weiß nicht, ob ich dich beneiden oder bedauern soll. Wahrscheinlich ersteres ;-) und ich bewundere euren Mut, eure Träume tatsächlich in der realen Welt umzusetzen. :-)
    Viele Grüße
    stiefel_fan

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    1. Hallo Stiefel_fan,
      es war scheusslich kalt, die Heizung half jedoch ein wenig und ich verkroch mich in meinen Schlafsack. Nach einigen Stunden war der Spuk dann ja auch vorbei. Danke dir für deine Nachfrage und dein Interesse. Darüber freue ich mich immer sehr, die Herrin ebenso.
      Grüße
      michel

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