Freitag, 29. Juni 2018

Verkehrte Welt

Wenn ich darüber schreibe, was hier passiert, erfahre ich, dass es wirklich passiert, real ist, ich nehme es noch einmal in mich auf, weil es einfach zu unfassbar ist, das Reale.

Vor 2011 war es anders, dem genau entgegengesetzt, ich schrieb das auf, holte das in meinen Kopf, wonach ich mich sehnte, was real nicht passierte, weil es nicht passierte, weil ich alleine war mit dem Thema, meinen Bildern, meinen Filmen, im Kopf.

Realer Sklave, sagt sie, bin ich

Ich bin Sklave geworden, realer Sklave, Sexsklave, Fußsklave, Klosklave, Putzsklave, der die gesamte Hausarbeit macht, der abgerichtet wurde, auf dieses Leben. 

Die Herrin lobt mich oft, für alles, was mir gelingt, für jede meiner Veränderungen, für meine Willfährigkeit, Tabuslosigkeit, für mein Betteln um Erniedrigung und nun auch um Schmerzen und für meine immer stärker hervorkommende Einsicht, der Fehler zu sein, wenn etwas nicht läuft.

Fast täglich das gleiche Motiv, Stillstand an der Kette.

Sie wird mich immer haben können, für alles, überall

Das, was ich bin, formte die Herrin aus mir, das, was ich kann, brachte sie mir bei. Ich bin ein guter Sklave, talentiert, wie ich Schwänze blase und willfährig, wie meine Löcher auf Schwänze abgerichtet sind, ich darum bettele, Sperma auslecken und schlucken zu dürfen. 

Ein neues Leben, an die Kette gelegt, fest verschlossen, hier, in meiner Familie, eine Herrin, die auf mich aufpasst und nach mir sieht, die mich zurückführte, auf mein inneres Alter, die mich auspeitscht, die mich mit Sperma ihrer Liebhaber füttert. Sie wird immer größer, immer unnahbarer, immer mehr zur Lichtgestalt, zur Göttin, ich zur Hündin, zu ihrem geliebten Tier. 

Der plötzliche und harte Tritt mit ihrem Knie, zwischen meine Beine wird kommen

Klein, schüchtern, zurückhaltend, folgen, den Blick lieber nach unten, als nach oben, lieber gefesselt geführt werden, als führen müssen, lieber fragen, als sagen, nicht im Mittelpunkt stehen, besser im Keller, als auf einer Bühne. Lieber kleingehalten werden, als groß zu werden, besser Opfer, besser verlieren. Hier und jetzt ist es so schön.

CBT

Die Herrin kündigte vor einigen Tagen an, dass ich fortan immer damit rechnen muss, unangekündigt, von ihr hart zwischen meine Beine getreten zu werden, vielleicht auch mit dem Oberschenkel oder mit dem Knie es mich mit voller Wucht jederzeit erwischen kann. Was ist das nur für eine Veränderung? Ich habe so große Angst davor - wie so oft, wenn sie Veränderungen ansetzt, um mich abzurichten und zu entwickeln.


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BDSM, SM, Knechtschaft, Kettensklave, ein Leben, immer mehr an der Kette einer Domina, der Eheherrin, Eier treten, Lebensrealität

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