Sonntag, 24. Juni 2018

Als Kettensklave isoliert - Stillstand und der Blog als meine Rettung

Wieder lande ich an der Kette, vom Bett abgekettet, ins Bad gelassen, 30 Minuten Freiheit, um an der Küchenkette zu landen, das sechste Mal in dieser Woche. Die Herrin zieht sich zurück. Heute weiß ich nicht, wann ich abgekettet werde, um wieder Zeit mit der Herrin verbringen zu dürfen. Diese Zeit, in der sie mich nicht sehen will, gehöre ich nun einmal an die Kette. Das weiß ich. 


"Du wirst mit niemandem schreiben und schaltest dein Telefon aus!"

Immer wieder dasselbe Motiv, ich, michel, angekettet, als Kettensklave unzählige Stunden isoliert, nicht in der Lage, mich zu befreien, weder körperlich, noch geistig. Ich kann es nicht mehr, selbst wenn ich wollte, wie sollte ich es anstellen? Ich bin so unfrei geworden, finde nur noch in diesem Sklavenleben statt, werde von Kette zu Kette gereicht, angekettet im Bett die Nacht verbracht, angekettet in der Küche, um dort meinen Tag zu verbringen.

Als Kettensklave isoliert

Unfrei auch im Kopf, so engmaschig, der Herrin hörig, wirklich hörig, also in Abhängigkeit mich befindend, merke ich, immer weniger Persönlichkeit, Individualität und eigene Identität zu besitzen. Mit der Kette ist die Herrin dabei, mir alles andere zu entziehen, was wohl dazu führt, dass es sich endgültig von mir entfernt. Und was bedeutet das? Wird es in Zukunft anders sein, als heute?

Was ist denn heute und was ist denn Zukunft? 

Heute ist das Leben einstiger Ziele und Zukunft ist das Erkennen morgiger Ziele. Heute erkennen wir, dass ich die Kette brauche, dass ich als Kettensklave wohl behütet und gut isoliert, abgeschirmt ein Sklavenleben führe, das in mir angelegt ist. Ich finde nicht mehr statt, außer in dem Rahmen, den die Herrin für mich absteckt. Viel Zeit verbringe ich an ihrer Seite, im Licht. Andere Zeit gehe ich einer Vollzeitbeschäftigung nach. Den Rest gibt es mich nicht mehr - nur noch im Blog.

Wohl aus diesem Grund schreibe ich viel in diesem Fenster, meinem Fenster nach draußen, das nicht einseitig ist, denn ich bekomme oft Post von Leserinnen und Lesern. Einige von ihnen gehören mittlerweile zu unserem festen und engen Freundeskreis, den wir regelmäßig und gern treffen. 

Stillstand und der Blog als meine Rettung

Der Blog hilft mir, das zu verarbeiten, was ich in miesem Sklavenleben und hier in Isolation fühle, erlebe, denke, um zu reflektieren und zu lernen, um zu erkennen, um was es geht. Die Herrin lässt mich im Blog schreiben und sie erwartet es auch, dass ich hier schreibe, dadurch werde ich für sie aus Glas, wie ein offenes Buch, sie weiß alles, es gibt nichts, was ich vor ihr verheimliche oder ihr anders, als es in mir aussieht, vortrage. 

Monotonie als Kettensklave

Man sollte sehr vorsichtig sein, aufpassen, wenn jemand mit einem Halseisen an einer Kette lockt, denn ich könnte auch in der Isolationskiste verschwinden, anstatt in der Küche, an der Kette im Blog zu schreiben. Wenn ich einmal nichts mehr zu schreiben habe, an einem Tag, dann muss ich dieses der Herrin melden, was dazu führt, dass sie mich in die Isolationskiste sperrt, bis sie wieder Verwendung für mich hat. Ich weiß nicht, was aus mir wird, wenn die Herrin meine Zeit im Blog irgendwann reduziert oder fast (ganz) einstellt? Nur, weil ich wollen würde, käme ich hier nicht mehr raus.

100 Stunden Kettensklave, in dieser Woche, die 168 Stunden hat

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