Montag, 18. Juni 2018

Vier Stunden Stallhaltung in einem Sklavenleben

Meine Zeit im Stall - die Akkus werden schwächer und schwächer, Telefon, ThinkPad, bald wird es still hier, dann kommt der Stillstand. Vier Stunden Stallhaltung werden es.


Ich habe so große Angst vor dieser, vor meiner Sehnsucht, nach diesem Kerkerleben, das immer wieder für Unruhe in mir sorgt, so eine erbärmliche Kreatur zu werden, angekettet vegetieren, ein Kerkerloch, für lange Zeit, mein Zuhause. Ich komme dagegen langsam nicht mehr an, es ist der Sieg der Herrin, der ich gehöre, dass ich vor immer dunkleren Abgründen stehe und bereit bin, hinabzusteigen, sogar bereit bin, mich hinunterstoßen zu lassen, mit einem Tritt dann verschwinden.

Ich darf darum nicht betteln, doch, ich muss darum betteln, betteln darf ich, sagte die Herrin. Was wird dann aus mir? Ich habe Angst. Aber als Zimmer? Kann es es beziehen? Das geht doch nicht, ich möchte doch bei der Herrin sein.

Was soll ich machen? Herrin, bitte, helft mir. 

Diese Sehnsucht, dieses Leben, fördert alles zutage, es ist so unglaublich und kaum nachvollziehbar, mit anzusehen, was für eine abartige und perverse und entmenschte Drecksau aus mir wird, durch das Sklavenleben, bei Ihnen, Herrin. Ich komme hier nicht mehr raus, komme um, vor Gier danach.

Das ist mehr als alles, was man haben kann und das muss man gar nicht gönnen können

Nur noch rausgelassen zu werden, um zur Arbeit zu gehen und um den Haushalt zu machen, endlich einmal richtig. Rausgelassen, wenn die Herrin Zeit mit mir verbringen will, alles andere an Zeit in ein Loch gesperrt, Ketten am Körper und vom Körper zur Wand. Es wird Tage geben, an denen warte ich bestimmt vergeblich, rausgelassen zu werden, spüre ich erst dann meinen großen Fehler? Vielleicht auch nicht? Darf ich im Blog schreiben? Komme ich ans Licht? Bleibe ich am Hof? 

Ich verbringe doch jetzt bereits sehr viel Zeit isoliert als Kettensklave, hier, alleine am Hof, an die Kette habe ich mich längst gewöhnt und brauche sie sogar. Ich würde mich immer für ein Leben an der Kette entscheiden, für ein unfreies, als Sklave der Eheherrin, anstatt ein freies Leben führen zu müssen.

Die Kette führt nun zum Hals

Mein Hals wird nun an die Kette gelegt, angekettet, an den Ring in der Wand, nicht mehr mein Fußgelenk, der Radius verengt sich, es ist wohl bereits auf dem Weg, nehme ich an. Also sollte ich warten? Oder betteln? Mein Leben als Kettensklave formt und entwickelt sich immer weiter, erreichte Erfolge führen zu neuen Etappen, das Erreichte ist immer wieder Ausgangslage, am Ende kann eine Kerkerzelle warten oder einfach eine weitere Etappe sein. 

Ich bin so zerkleinert worden, hier, als Kettensklave, dass ich Eisen, fest an meinem Körper, angekettet, fest verbunden, in einem Loch auf die Eheherrin wartend, als pure Form meiner SM-Romantik vernehme. Diesen Wert sehe ich in mir, ein wertloses Stück Scheiße, das so weggesperrt werden kann. 

Sperrt mich weg und lasst mich niemals wieder raus, weil ich Ihnen gehöre, Herrin.



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BDSM, SM, Knechtschaft, Kettensklave, ein Leben, immer mehr an der Kette einer Domina, der Eheherrin. Zeit im Stall, SM-Romantik, Bekenntnis Kerkerzelle, Abgründe, Betteln, Sehnsucht.

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