Sonntag, 1. Juli 2018

Der Platz neben der Eheherrin ist tatsächlich frei

Etwas drängt sich gerade wieder auf, wohl das, was sich hier anscheinend die ganze Zeit bereits im Kreis dreht, was dazu führte, dass ich hier in letzter Zeit so viele Beiträge schreiben musste, ja, musste. Verarbeitung dessen, was uns hier an Entwicklung herausfordert.

SM-Hamburg

Diese Erkenntnisse und Veränderungen nehme ich immer nur so plötzlich wahr, wie vom Himmel gefallen, erkenne ich nicht, dass sie schon länger auf dem Weg waren. Vielleicht, weil ich mich an diese neuen Umstände erst gewöhnen muss und weil sie immer Entbehrung, Verlust und Verzicht für mich bedeuten. Dennoch zeigen sie in meine Richtung, meine Anlagen.

Ich bin mit einer Domina verheiratet, die ich liebe, so wie niemanden zuvor, sie ist meine große Liebe, das kann ich erst jetzt von mir geben, weil ich erst jetzt erfahre, was diese ausmacht. Wir haben uns im Thema über sm-hh.de kennengelernt und feiern nun bald unseren dritten Hochzeitstag. Von Anfang an umgab uns das Thema SM und irgendwann verabredeten wir uns dazu, nur noch im Thema SM zu leben, SM zu unserem Lebensstil zu erklären. Jetzt führen wir eine SM-Ehe, im TPE - Total Power Exchange, im CIS - Complete Irrevocable Submission, unsere Verabredung fürs Leben.

Jetzt drückt es endgültig durch, denn ich bin dabei, mich damit abzufinden, dass ich nicht der Mann an der Seite der Eheherrin bin, dass der Platz neben der Eheherrin selbstverständlich, vollkommen und natürlich frei ist. Dass wir uns lieben und verheiratet sind, steht dem überhaupt nicht im Weg, im Gegenteil vielleicht können wir es gerade deswegen leben, uns leben, unser Leben so gestalten, weil wir zusammengehören.

Kein Ehemann, sondern Ehesklave, von Anfang an, deshalb ist der Platz neben der Eheherrin frei.

Der Platz neben der Eheherrin ist frei

Was bedeutet das für uns? Die Eheherrin ist auf der Suche nach einem Mann, der der Mann an ihrer Seite wird, als dieses wahrgenommen, vorgestellt, so, als wäre sie Single - mit Anhang. In welchem Verhältnis auch immer beide zueinander stehen, es geht um Sex, es kann um Gefühle gehen, darum, Zeit miteinander verbringen zu wollen, eine Verabredung einzugehen, zu uns zu gehören, er zur Eheherrin als seine Partnerin, ich zur Eheherrin, als ihr Sklave. 

Ein Leben zu dritt? 
Warum nicht?

So lange bin ich nur der Übergang, schlafe neben ihr im Ehebett, sitze neben ihr am Tisch, im Auto, gehe neben ihr, wenn wir draußen sind. Jetzt erkenne ich, dass es ihn irgendwann geben kann und ich dann einen Schritt zurücktrete, glücklich, dann letztes Glied zu sein, in einer Zelle, an der Küchenkette, vor der Schlafzimmertür oder vor dem Ehebett meine Nächte verbringe. Wir können Zeit zu dritt verbringen und ich kann verwahrt werden, wenn beide Zeit in Zweisamkeit vorziehen. Und ich kann Zeit mit der Eheherrin verbringen, alleine, so, wie jetzt. Exklusivität wird niemand beanspruchen können. Es geht nicht um Exklusivität, das ist der Schlüssel, das sah ich gerade bei einem anderen Paar, beim Windel-Cucki und seiner Hotwife Mama.

Es geht nicht um Exklusivität

Es ist an der Zeit, endgültig zu erkennen, das diese besondere Endgültigkeit von Anfang an zwischen uns bestand. Es ging nie darum, mit der Eheherrin eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen, weil ich nur Sklave war, sie die Herrin. Meine in mir angelegte Bereitschaft dazu, nur ein Sklavenleben zu führen, nahm ich nie so intensiv und endgültig wahr, wie jetzt, in diesem Moment.

Ich kann nur als Sklave in einem Sklavenleben glücklich sein.

Endstation glückliches Sklavenleben

Wir führen eine besondere Form von Beziehung, noch gestern verdrängte ich den Gedanken an diese mögliche Zukunft und schob vor, dass es eh keinen Mann geben wird, der ohne Exklusivität und mit einem Sklaven im Gepäck auskommt. Heute, einige Tage später, weiß ich, dass er jederzeit kommen kann.

Das erste Mal, dass dieser Gedanke mich nicht traurig macht oder fürchten lässt, sondern glücklich werden lässt. 



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