Sonntag, 1. Juli 2018

Die vielleicht letzte Tür schließt sich

Körper, Geist, Sex, alles an mir wurde verändert, alles ließ ich über mich ergehen, ich wollte vom Hof fliehen und kehrte zurück in die Abhängigkeit. 

Alle drei meiner Modifikationsbereiche wurden von der Herrin meisterhaft orchestriert, hervorgehoben, bevorzugt, zurückgestellt, so parallel entwickelt.

Sexuelle Abrichtung und sexuelle Erniedrigung

Mit der Veränderung meiner sexuellen Präferenz fing es an, dass die Herrin mich modifizierte. Abrichtung hielt Einzug, sexuelle Abrichtung, sexuelle Erniedrigung. Sexsklave, Keuschhaltung, Analabrichtung, Zweiloch, Bi-Sklave, Strich, Cuckold. Fertiggemacht.

Kehlentrimmer - wenn 40 Zentimeter in deiner Maulfotze steckenbleiben.

Meinen Geist samt den Möglichkeiten meines Widerstandes stutzte sie durch psychische Fremdbestimmung, durch enge Verhaltenskorridore, durch Verbote, Gesetze, Manipulation und Lüge. Sie gab vor, mich zu verstehen, Rücksicht zu nehmen, tat es aber nicht, sondern wartete ab, bis sie mich so weit hatte, um zu vollziehen. 

Ich-Transformation, so lächerlich es klingen mag

Bestrafung mit Isolstionshaft in Deprivation war ihr erstes Strafmaß, dafür ließ sie eine Isolationskiste anfertigen, die ich natürlich bezahlen musste. In dieser Isolationskiste verformte sie meinen einst freien und unabhängigen Geist, deformierte meinen Freiheitsgedanken zu einem willfährigen Sklavenhirn. Immer wieder Isolation, Dunkellheit, Enge. Über eintausend Stunden, meine Ich-Transformation, entfernt aus den alten Strukturen.

Im Dunkelloch findest du nicht mehr statt.

"Ab in die Kiste! Ich will dich nicht mehr sehen!"

Die Phase meiner körperlichen Modifikation teilte sich in zwei Bereiche, Schmerzen ertragen lernen, Masochismus annehmen und körperlich irreversible Veränderungen zulassen, gekennzeichnet werden. Die Herrin hat mich so oft verprügelt, dass ich mir ein Leben ohne Peitsche nicht mehr vorstellen kann. Zudem ist mein Körper extrem tätowiert und ich giere nach immer mehr irreversibler Abhängigkeit - das weiß sie, das nutzt sie mittlerweile aus, oder?

Verschlaucht, Nadlung, Verschluss - meine Zeit als Kliniksklave

Ich glaube, wenn es für mich nicht mehr raus in die Gesellschaft geht, ich sozial nur noch im Thema stattfinde, erst dann kommt vielleicht die Tätowierung an den Händen oder im Gesicht - wenn es überhaupt jemals zu diesen beiden Umständen kommt. Dadurch bleibt alles weiterhin offen und ungewiss.

Die Lust der Herrin liegt in der Klinik, Verschlauchung, Nadelung, Abfüllen und noch mehr, das ich hier nicht erwähnen darf. Ich diene ihrer Lust, wurde auf ihre Lust abgerichtet, befinde mich in ihren Filmen.

Klinik, kaum auszuhalten, der Druck, der Schmerz, die Zeit der Erniedrigung.

Was ist Komfort und was kann ein Sklavenleben zum Alltag machen?

Telefon? Internet? Blog direkt online? Blog nur redaktionell, jeder Beitrag wird von der Herrin vor der Veröffentlichung abgenommen und bedarfsweise zensiert?

Der Käfig samt seinen Gitterstäben, auf denen ich sitzen muss, erzeugt Leid, regelmäßig, ja, permanent, nicht lebbar. Es soll Leben sein. Nur halt ein Leben als Herrin und Sklave, als Kettensklave in ihrem Leben, als Cucki oder als Ausputzer vor ihrem Bett, nach ihrem Sex, als Patient, als Hund, als Küchenhilfe, als Hausmeister, Chauffeur.

SM-Alltag reales Sklavenleben

Kette, Kemenate, Kiste, Käfig, Orte, die eine Verwahrungsdauer teilweise befristen, teilweise unbefristet zulassen. Schließlich soll es lebbar sein, nicht von Filmen erstickt werden, die nicht zu leben sind. Die Kemenate als Zimmer? Nachts ins Studio verbannt?

Die letzte Tür schließt sich damit. 
Auch der Blog wird sich dadurch langsam verändern. 


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